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Aktuelles


 

 --- AUFRUF ---
an Deutsche aus Böhmen (v.a. Westböhmen, Kreis Plan, Tepl, Weseritz), die Zeugen wichtiger geschichtlicher Ereignisse in der Tschechoslowakei waren (v.a. Vertreibung nach 1945), zur Teilnahme an der Podiumsrunde in Plan/ Planá bei Marienbad am 20. November 2018, sowie zur Teilnahme am Projekt der Zeitzeugen-Befragung im Laufe des Jahres 2019.
in Plan/Planá u M.Lázní findet eine Podiumsrunde mit und über die Deutschen aus dieser Landesecke statt - mit Möglichkeit der aktiven Teilnahme der Zuschauer.
Diese wird von Paměť národa (Das Gedächtnis der Nation) veranstaltet, einem etablierten Kulturträger in Tschechien, einer Institution mit Gewicht in der tschechischen Öffentlichkeit, die Berichte, authentische Erinnerungen von Zeitzeugen sammelt, die einschneidende Zäsuren, die die Tschechoslowakei (ČSR) geprägt haben, miterlebten (als Kind, als Jugendliche/ junge Erwachsene).
Zu solchen Zeitzeugen gehören auch Deutschsprachige aus der ČSR, die nach Kriegsende abgeschoben und vertrieben wurden, aber auch solche, die bleiben durften/ mussten. Paměť národa sucht alle Zeitzeugen. Also z.B. auch Tschechen, die die Vertreibung ihrer deutschen Nachbarn miterlebt haben.
Die Zeiten wandeln sich. Noch vor fünf Jahren wäre ein solcher Aufruf von der tschechischen Seite wohl undenkbar gewesen.
Daher gilt es, so viele Erinnerungen vor dem Verschwinden zu retten, wie noch möglich, und da es auch zutiefst meinem Anliegen entspricht, machte ich mir diese Aufgabe zu Eigen. So bitte ich Sie, falls es für Sie möglich ist, nehmen Sie an der Podiumsrunde in Planá teil - nicht nur als (aktiver) Zuhörer, sondern als direkter Teilnehmer.
Es würde mich freuen, wenn ich Sie an Paměť národa vermitteln könnte!
WICHTIG: Es soll allerdings nicht nur bei einer Podiumsrunde blieben. Es gilt vor allem, audiovisuelle Aufnahmen der Lebenserinnerungen von Zeitzeugen zu machen. Hierbei habe ich Paměť národa meine Dienste angeboten, denn wie einige von Ihnen wissen, beschäftige ich mich seit längerem mit diesem Thema und habe ebenfalls ein Buch über die Lebensgeschichten von zwanzig vertriebenen Deutschen aus der Tschechoslowakei veröffentlicht (Böhmisches. Allzu Böhmisches?, Aschendorff Verl., 2017). Gerne würde ich (und ggf. eine weitere kompetente Person) ein Zeitzeugengespräch mit Ihnen führen, egal, welcher Überzeugung oder Einstellung Sie sind. Willkommen sind alle Meinungen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen.
Ebenfalls bitte ich um die Weiterleitung dieses Aufrufs an weitere möglich Interessierte und Betroffene. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen
Dr. Kateřina Kovačková, Pilsen
Schriftstellerin und Kulturvermittlerin
-- weitere Informationen zum Projekt Zeitzeugen-Befragung --
Die unvoreingenommene Aufarbeitung der böhmischen Geschichte bzw. der Geschichte der Tschechoslowakei ist mir sehr wichtig und dafür sind die authentischen Zeitzeugenberichte wesentlich - und zwar von allen beteiligten Seiten.
Was die Zeitzeugen-Interviews angeht - Sie sollen kein Bedenken haben, dass Sie vielleicht „nichts Spektakuläres“ erlebt haben. Manchmal sind die scheinbar „nichtigen“ Ereignisse die wichtigen... Vielleicht erinnern Sie sich doch an Mai ´45 und die darauffolgenden Monate und haben als Kind etwas gesehen, was sich Ihnen eingeprägt hat… Nach solchen Augenblicken, nach solchen Erinnerungen - auch ruhig kindlich verfremdet, aber immer aus eigener Erfahrung (nicht vom Hörensagen) - sucht Paměť národa. Denn das macht gerade die Authentizität einer Erinnerung aus - das scheinbar unwichtige Detail. Und einem Leser/ Zuhörer/ Zuschauer hilft es sehr, wenn er sich mit dem Erzähler  (= dem Zeitzeugen) ein Stückweit identifizieren kann. An diese entsprechend professionell aufbereiteten (in kürzere Abschnitte geschnitten, mit Untertiteln versehen) audiovisuell festgehaltenen Erinnerungen der Zeitzeugen in der Datenbank von Paměť národa haben dann nicht nur Akademiker wie Historiker und Geschichtsforscher Zugriff, sondern auch die Öffentlichkeit. So nutzen diese „Erinnerungs-Datenbank“ neben interessierten Laien z.B. Geschichtslehrer bei ihrem Geschichtsunterricht oder Doku-Filmemacher.
Was meinen Sie? Wollen Sie zu diesem Projekt beitragen? Im Jahr 2019 soll die Idee in Tat umgesetzt werden!

 


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